HISTORIE

Historie des ASC

Der Akademische Sportclub Darmstadt (ASC) wurde am 21. Juni, 1921 im
Saal 141 der Technischen Hochschule Darmstadt (heute: Technische
Universität Darmstadt) von Studenten gegründet. Gründungszweck des ASC
war laut Satzung „Zur besseren Pflege der Leibesübungen der Studierenden
der THD“, wobei der Verein laut einer damals geschalteten Anzeige in den
„Studentischen Nachrichten„die gesamten Studentenschaft für seine Zwecke
erfassen wollte, also war es „….selbstverständlich, dass er nie
korporativen Charakter annehmen kann“. Diese Grundeinstellung hat sich
im Kern bis heute erhalten.

In den ersten Jahren des ASC gab als es noch keine professionelle
Sportler, und so konnte das ASC bald studentische Spitzensportler in
seinen Reihen zählen. So siegte das ASC bereits in seinem Gründungsjahr
in den TH-Hochschulmeisterschaften über 60m, 100m, Weitsprung und in der
4x100m Staffel. Seither hat das ASC insgesamt 88 Hochschulmeister-Titel
gewonnen.

Im Jahre 1925 wurde eine „Altakademiker-Abteilung“ an das ASC
angegliedert, wodurch auch ehemalige Studenten Mitglieder des ASC werden
bzw. bleiben konnten.

Die Weltwirtschaftskrise und die zunehmende Militarisierung des Studiums
seit 1933, führten dazu, dass die Studenten immer weniger Zeit für den
Sport hatten, und versuchten möglichst rasch ihr Studium zu beenden.
Hinzu kam, dass die zunehmende Einmischung der Regierenden in allen
studentischen Organisationen seit 1933, die Arbeit des ASC erheblich
erschwerte. Trotz dieser erschwerten Rahmenbedingungen, konnte das ASC
überleben, und es gab sogar weiter sportliche Erfolge auch in dieser Zeit.

In 1936 war ein ASC-Mitglied, Fritz Schilgen, der Schlussläufer des
Fackellaufs für die Olympischen Spiele in Berlin. Im selben Jahr, traten
viele Norwegische Studenten dem ASC bei – der Beginn der
Internationalisierung unserer Vereinsmitgliedschaft.

Mit dem Beginn des zweiten Weltkriegs war das vorläufige Ende des ASC
eingeläutet. Alle ausländischen ASC-Mitglieder verliessen Darmstadt, und
die Deutschen Mitglieder wurden in die Kriegsmaschinerie eingezogen.
1940, schliesslich, schloss sogar die THD ihre Tore, und die Aktivitäten
des ASC kamen völlig zu erliegen………

Erst im Sommer 1947 erhielt das ASC die „Lizensierung als studentische
Vereinigung“, zusammen mit der Erlaubnis ein kleineres Clubheim im
ehemaligen Schiesstand im Hochschulstadion zu bauen. Die Bauarbeiten
hierzu begannen in 1948 und wurden erst 1952 abgeschlossen. Das Gebäude
bekannt als das „Hüttchen“ existiert heute noch. Noch bevor der
Sportbetrieb richtig losgehen konnte, war das ASC sehr aktiv im
Ausrichten von Festen, die damals stark nachgefragt waren. Sie wurden in
den Vororten Darmstadts organisiert, und wegen der noch geltenden
Ausgangssperre „musste“ bis zum frühen morgen gefeiert werden um dann
gemeinsam zu Fuss nach Darmstadt zurückzukehren. Ab 1949 dürfte das von
den Amerikanischen Truppen beschlagnahmte Hochschulstadion für
sportliche Aktivitäten mitbenutzt werden. Dadurch wurde die sportliche
Aktivität des ASC wieder reger und die Zahl der Mitglieder wuchs.

Das ASC hatte sich lange vergeblich um Aufnahme in das Landessportbund
Hessen bemüht. Es wurde immer wieder abgelehnt, weil der „Akademische“
Sportclub als eine Standesorganisation betrachtet wurde. Deshalb wurde
1952, parallel zum Akademischen Sportclub, von Paul Kalbitz und seinen
engen Freunden, das „Allgemeine Sportclub Darmstadt e.V“ gegründet,
wodurch der Aufnahme ins Landessportbund und die Teilnahme an
Sportwettbewerbe möglich wurde (Durch diese Entstehungsgeschichte sind
alle Mitglieder des Akademischen Sportclubs auch automatisch Mitglieder
des Allgemeinen Sportclubs).

Der Erfolg liess nicht lange auf sich warten und das ASC holte 1953 mit
der 4×400 meter Staffel der THD den ersten Titel bei den
Hochschulmeisterschaften nach dem Krieg. In 1955 wurde das
AH-Ältestenrat ins Leben gerufen, um der Alten-Herrenschaft des ASC eine
eigene arbeitsfähige Organisation zu geben. Der ASC bestand nunmehr aus
der Altherren Vereinigung, der Aktivitas und das Allgemeine SC
Darmstadt. Ebenfalls in 1955 kaufte der ASC das Gelände in der
Kekulèstrasse 6, allerdings sollten noch 14 Jahre vergehen bis zur
endgültigen Fertigstellung des Clubheims.

Nach den grossen Erfolgen der 50’er Jahre war die sportliche Leistung
des ASC stark gesunken, richtete man 1960 eine Jugendabteilung im ASC
ein. Ab etwa diesem Zeitpunkt war die Leistungsfähigkeit des
„Allgemeinen SC“ derjenigen der Aktiven im „Akademischen SC“ überlegen.
In kurzer Zeit nahm der sportliche Erfolg des ASC wieder zu. Die
Einrichtung der Jugendabteilung hatte eine weitere Neuerung für das ASC:
1961, genau 40 Jahre nach Gründung des ASC hat eine weibliche
Jugendmannschaft an den Hessische Waldlaufmeisterschaften teilgenommen –
bis dahin war das ASC eine reine Männerdomäne gewesen!

Am 5.1.1965 wurde auf der Jahreshauptversammlung des Allgemeinen SC das
ASC „neu formiert“: mit dem Fokus auf die Leichtathletik und dem
Bekenntnis zum Leistungs- und Breitensport wurde die Entwicklung zum
Grossverein eingeleitet.

1966 zogen die ersten 12 Studenten in den noch nicht ganz
fertiggestellten Clubheim ein, dessen Bau 1965 unter der Führung des
AH-Ältestenrats begonnen worden war.

1967 wurde auf der Jahreshauptversammlung festgestellt, dass im
abgelaufenen Jahr, der ASC Darmstadt 53 Titel und Meisterschaften auf
Landes-, Regional- und Bundesebene errungen hatte. Mit Lutz Philipp und
Werner Trzmiel nahmen zwei ASCler 1968 an den Olympischen Spielen in
Mexiko-City teil. Beim 47. Stiftungsfest am 14.-16.6.1968 wurde das neue
ASC-Clubheim eingeweiht.

Am 10.9.1972 bei den Olympischen Spielen in München, gewann Christiane
Krause vom ASC Darmstadt in der deutschen 4x100m Staffel in neuer
Weltrekordzeit die Goldmedaille. Bei den Olympischen Spielen von 1976,
die in Montreal stattfanden, nahmen Klaus-Peter Hildenbrand (Bronze über
5000m), Lothar Krieg (Bronze über 4x400m) und Walter Schmidt (5. Platz
beim Hammerwurf) teil.

Michael Lederer lief als 3. Läufer der Deutschen 4x1500m Nationalstaffel
am 17.8.1977 Weltrekord. Im Spätherbst desselben Jahres wurde beim
ASC-Stammtisch im „Ristorante da Franco“ die Idee zum Darmstädter
Stadtlauf „Cup da Franco“ geboren, die dann am 18.3.1978 zum ersten mal
ausgetragen wurde und seitdem jährlich stattfindet. In 1984 war das ASC
Mitbegründer des Heinerfest Triathlons. 1983 gewann Charlotte Teske den
Boston Marathon.

Zum 65. Stiftungsfest am 14.6.1986 wurde die Satzung des Akademischen SC
neu gefasst, durch die die „Aktivitas“ und die „Alte Herren Vereinigung“
im „Akademischen Sport-Club Darmstadt e.V.“ vereinigt. Nunmehr bestand
das ASC nur noch aus dem Akademischen SC und dem Allgemeinen SC.

In 1990 gewann das ASC 10 Deutsche Meisterschaften, so viele wie nie
zuvor. Hierdurch zeigte sich, dass der ASC mit seinem Schwerpunkt
„Mittel- und Langstreckenlauf“ goldrichtig lag. Inzwischen war die
sportliche Exzellenz des ASC ausschliesslich im Allgemeinen Sportclub
des ASC angesiedelt. Der Akademische Sportclub hingegen hatte inzwischen
seinen Schwerpunkt auf die Pflege der langen Tradition des ASC, dem
Erhalt des Clubheims und der finanziellen Unterstützung der Jugendarbeit
des Allgemeinen Sportclubs verlegt.

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